Heute ist Tag der Einheit

Heute ist Tag der Einheit

Erst gestern habe ich wieder gehört wie jemand meinte: "Man müsse die Mauer wieder hochziehen!". Weiß der eigentlich nicht mehr was das für ein Leben war in der DDR? Klar gab es gute Seiten, an die erinnert man sich auch gerne, aber man darf auch nicht die Negativen vergessen.

Das interessante an der Sache dabei: Alle die einen in der damaligen DDR "verpfiffen" haben, tanzen heute das Lied des ach so verhassten Kapitalismus und sind natürlich auch hier gerne Vorreiter in der Öffentlichkeit. Nur mal ein Beispiel: In der DDR gab es Demonstrationen mit Anwesenheitspflicht, so auch in Ballenstedt. Wer nicht erschien und für den Staat demonstrierte, wurde von einer Person aufgeschrieben und seinen Job durfte man anschließend auch jemand anderem überlassen.

Wenn ich heute noch nach dieser Person google, find ich sie im Vorstand in der hiesigen Ortsgruppe einer Partei - und nein, es ist nicht "Die Linke" oder auch nicht "SPD". Wie kann sowas sein? Mit welchem Recht zeigt sich so jemand noch in der Öffentlichkeit, wenn er an der Unterdrückung der Leute beteiligt war? Und dann noch in einer Partei, die wohl immer von SED-Bonzen spricht, wenn sie über "Die Linke" reden, dabei welche in den eigenen Reihen haben?

Dessen Brot ich ess, dessen Lied ich pfeif. Das trifft es wohl. Mitläufer. Menschen ohne eigene Persönlichkeit. Ja, die hatten es gut in der DDR. Für den Rest war es unerträglich. Und an alle, die meinen es war früher besser als heute. Leute, heute hat selbst ein HartzIV-Empfänger einen höheren Lebensstandard als ein normaler DDR Bürger. Was sich nur verändert hat, ist dass der Nachbar vielleicht mehr verdient als man selbst und "das schlechte System" ist damit einfach Neid, der ist aber angeboren, genau wie das Geprotze Derjenigen, die im Überfluss leben.

In diesem Sinne: einen schönen 3. Oktober, versuchen wir einfach alles jeden Tag ein wenig besser zu machen und damit aufzuhören alles schlecht zu reden. Wenn wir die Vorteile der DDR, dieses "Gemeinschaftsgefühl" wiederhaben wollen, ja warum fangen wir nicht einfach heute damit an es wieder zu etablieren, schließlich liegt es an uns selbst und nicht dem Staat, dieses Gefühl zu leben. Lasst uns an diesem Tag an all die mutigen Menschen denken, die sich damals getraut haben auf die Straßen der Städte zu gehen und sich trotz Gefahr für ihre Meinung eingesetzt haben. Danke.