Rückkehr von Syphilis und Gonorrhoe

Rückkehr von Syphilis und Gonorrhoe

Sie galten lange Zeit als besiegt, doch in den letzten Jahren häufen sich wieder die Neuinfektionen von sexuell übertragbaren Krankheiten wie Syphilis und Gonorrhoe. Gründe dafür sind ausschweifende Lebensweisen, aber auch Resistenzen der Krankheitserreger gegen Antibiotika, da diese zu oft verwendet werden und sich die Bakterienstämme anpassen konnten.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat mitgeteilt, dass es pro Jahr zu 448 Millionen Neuinfektionen mit heilbaren Intimkrankheiten kommt. Und das nur bei Patienten zwischen 19 und 49 Jahren. Die Anzahl der Neuinfektionen bei Gonorrhoe und Syphilis hat sich seit den 90ern teilweise verdreifacht bis vervierfacht. Das Problem: Es gibt für diese beiden Krankheiten keine Meldepflicht, weswegen man bei der Ermittlung der Zahlen immer etwas im Dunkeln tappt.

Doch was sind die Gründe für den leichtfertigen Umgang mit diesen Krankheiten? Gonorrhoe und Syphilis (und ähnliche Krankheiten) gelten bei vielen Menschen als “Betriebsunfälle”, die mal passieren können. Wenn die Krankheiten auftreten, schluckt man “mal eben” Antibiotika und schon ist die Krankheit verschwunden. Doch wie bereits erwähnt, haben die Stämme mittlerweile Resistenzen gegen Antibiotika entwickelt. Wenn die Infektionen also nicht behandelbar sind, werden aus den vermeintlich harmlosen Krankheiten wieder konkrete Bedrohungen.

Es gilt diesen Gedanken wieder ins Bewusstsein der Menschen zurückzurufen.

Es gibt allerdings auch positive Meldungen: So heißt es, dass man kurz davor ist, eine Generation komplett ohne HIV und AIDS zu erreichen. Zwar gibt es immer noch viel zu viele HIV-positive Menschen, allerdings können diese mit geeigneten Medikamenten behandelt werden, die eine weitere Ansteckung auf ein Minimum begrenzen. Einzig die Problemgruppen wie Drogenabhängige stellen noch ein Risiko bei der Verbreitung von HIV dar. Es braucht also noch weitere Präventionsmaßnahmen, bis das Ziel einer HIV-freien Generation erreicht werden kann.

Alles in allem sollte man sich immer wieder vor Augen führen, dass alle diese Infektionen nicht geschehen, wenn man sich gut genug davor schützt. Im Idealfall werden Kondome benutzt und die Sexualpartner nicht ständig gewechselt. Wenn man so verfährt, muss man sich auch keine Gedanken über Intimkrankheiten machen, die resistent gegen Antibiotika sind. Ist man mit einer Person bereits länger in einer Beziehung und hat sich testen lassen, spricht natürlich auch nichts gegen Sex ohne Kondom, sofern die Antibabypille eingenommen wird oder man einen Kinderwunsch pflegt.